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Konzepte für die Zentralklinik

Raum- und Funktionsprogramm 2020

Das bereits 2016 erstellte Raum- und Funktionsprogramm wurde in Vorbereitung auf den Architektenwettbewerb nochmals überprüft. Aktuelle Leistungszahlen und damalige Hochrechnungen mit den dazugehörigen Kapazitätsberechnungen wurden abgeglichen und ergaben nur geringen Anpassungsbedarf. Eingeflossen in das aktuelle Raum- und Funktionsprogramm sind aktuelle medizinische Entwicklungen sowie in den vergangenen Monaten neu erstellte Konzepte in den Themen Logistik, Speisenversorgung und Energie.

Daraus ergaben sich u. a.

  • Höhere Kapazitäten im Bereich Herzkatheterlabor
  • Erweiterung der Kapazitäten für ambulantes Operieren
  • Erweiterung der Flexibilisierungsmöglichkeiten angesichts von zukünftig zu erwartenden steigenden Zahlen ambulanter zu Lasten stationärer Leistungen
  • Konzeption eines Integrierten Notfallzentrums (INZ)
  • Vergrößerung von zwei Operationssälen zur Vorbereitung auf stärker zunehmenden Robotereinsatz bei Operationen
  • Optimierung der Positionierung der bereits 2016 ausreichend geplanten Isolationsmöglichkeiten und Möglichkeiten der Patientensteuerung aus den Erfahrungen der COVID-19-Pandemie
  • Planung eines fahrerlosen Transportsystems (FTS-Anlage) im
  • Rahmen des Logistikkonzepts beispielsweise für Transporte von Speisen oder Wäsche

Digitalisierung in Zentralklinik-Planungen berücksichtigt

Der Neubau der Zentralklinik ermöglicht es, die Digitalisierung von Anfang an voranzutreiben und die Entwicklungen und Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz zielgerichtet und effektiv einzusetzen. Dieser Aspekt wurde im aktualisierten Raum- und Funktionsprogramm konkretisiert. Durch die dynamische Entwicklung in diesem Sektor sind in den begonnenen Planungen diesbezüglich flexible Parameter zugrunde zu legen. Mögliche Themenfelder wie u. a.

  • OP-Robotik,
  • Roboterassistenzsysteme im Service- und Pflegesektor,
  • robotische Assistenz in der Mobilisierung von Patienten,
  • Einsatz von Künstlicher Intelligenz beispielsweise zur Diagnostik

sind dabei genauso denkbar wie hohe Standards im digitalen Patientenservice – vom Self-Check-Terminal über eine Wegeleitsystem-App bis hin zu Terminals an den Patientenbetten mit vielfachen Funktionen.

Ein zukunftsorientiertes Neubauprojekt wie die Zentralklinik muss diese dynamischen Entwicklungen berücksichtigen und auf entsprechende Innovationen, die sich zukünftig in der Praxis bewähren, reagieren können.


» Auch aus diesen Gründen spielen die Möglichkeiten der Flexibilisierung in der Planung der Architekten eine wesentliche Rolle und werden in den Auslobungsunterlagen immer als essentielle Qualitätsanforderung betont.

Energiekonzept

Drei Varianten im Vergleich

Vor Beginn des Architektenwettbewerbs hat sich die Trägergesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Energieberatungsunternehmen encadi mit den Möglichkeiten der energetischen Erschließung intensiv beschäftigt. Das Energiegrobkonzept für das geplante Zentralklinikum enthält Vorschläge für die Energiegesamtversorgung des neuen Standorts. Untersucht wurden drei Varianten unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Die unter diesen Gesichtspunkten favorisierte Variante ist die der sogenannten „Eigenversorgung“.

Sie berücksichtigt u. a. Elemente wie ein Blockheizkraftwerk, das technisch vorbereitet ist für einen möglichen Wasserstoffbetrieb, sowie Photovoltaikanlagen für den Strombedarf. Die für einen Krankenhausbetrieb essentielle Notstromversorgung erfolgt nicht über ein Heizöl-Aggregat, sondern über ein Batteriespeichersystem. Diese grundsätzlichen Überlegungen zur Energieversorgung
sind als Planungsgrundlage in den Architektenwettbewerb eingeflossen und werden in den weiteren Planungsstufen verfeinert.