Aurich. Darmkrebs zählt mit rund 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an eine verlässliche, qualitativ exzellente Versorgung der Patientinnen und Patienten. Die Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich wurde mit ihrem Darmkrebszentrum 2023 als einziges ostfriesisches Krankenhaus von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Nach erfolgreicher erneuter Prüfung ist die hohe Behandlungsqualität des Zentrums, das ein Einzugsgebiet von 475.000 Menschen aufweist, nun im Rahmen eines regelmäßigen Überwachungsaudits bestätigt worden. Die Deutsche Krebsgesellschaft würdigt damit die nachhaltig hohe Versorgungsqualität der Klinik sowie die konsequente Ausrichtung an aktuellen internationalen medizinischen und wissenschaftlichen Standards.
Das Team des Darmkrebszentrums der UEK freut sich über die positive Rückmeldung der Zertifizierungsgesellschaft. „Dass wir erneut sämtliche anspruchsvollen Kriterien erfüllen konnten, ist eine besondere Anerkennung unserer kontinuierlichen Arbeit und ein großer Erfolg für das gesamte interdisziplinäre Team“, betont Hannes Hoffmann, Oberarzt in der Abteilung für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Proktologie und Koordinator des Darmkrebszentrums.
Die Zertifizierung der DKG gilt als Goldstandard in der Behandlung von Darmkrebspatienten und erfordert den jährlichen Nachweis einer gleichbleibend hohen Behandlungsqualität im Rahmen von Überwachungsaudits. „Die DKG prüft dabei, ob unsere Strukturen, Abläufe und Behandlungskonzepte dauerhaft höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen, was wir nachweisen konnten. Gleichzeitig helfen uns die regelmäßigen Auswertungen, unsere Prozesse weiter zu optimieren und unser Zentrum kontinuierlich weiterzuentwickeln“, ergänzt Chefarzt Dr. med. Johann Strandborg, der im vergangenen Jahr von der DKG zusätzlich erneut als Senior Darmoperateur ausgezeichnet wurde.
Der Fachexperte der Deutschen Krebsgesellschaft bescheinigt dem Zentrum in seiner Zusammenfassung ein sehr gut vorbereitetes Audit, das in einer freundlichen und offenen Atmosphäre durchgeführt wurde. Das Team sei hochmotiviert, arbeite seit vielen Jahren eng zusammen, die Abläufe seien eingespielt und standardisiert. Besonders hervorgehoben wurden geplante Kooperationen mit Zentren für personalisierte Medizin und Humangenetik, sehr positive Ergebnisse einer Patientenbefragung im Rahmen des Audits sowie das Bestreben der Klinik, mit Darmkrebs-Betroffenen eine Selbsthilfegruppe in Aurich einzurichten, um niedrig-schwellig und wohnortnah eine entsprechende Austauschmöglichkeit aufzubauen. Interessen-ten können sich an das Sekretariat der Allgemeinchirurgie unter 04941 94-4001 wenden.
Das Leistungsspektrum des Darmkrebszentrums reicht in der engen Zusammenarbeit der Klinikärzte mit den Hausärzten und niedergelassenen Gastroenterologen von der Aufklärung, Vorsorge und Früherkennung über die Diagnostik und Therapie bis zur langfristigen Nachsorge nach überstandener Krankheit. „Unsere Patienten erhalten eine umfassende Versorgung, die sich nach aktuellsten Leitlinien und wissenschaftlichen Erkenntnissen richtet", so der Chefarzt. Dies kommt auch bei den Patienten gut an: Der Bundesklinikatlas weist dem Zentrum sehr viele Behandlungsfälle aus, auch im Vergleich zu umliegenden Häusern – ein Zeichen für das Vertrauen der Patienten und ein zentraler Faktor für eine anhaltende Expertise auf aktuellstem Stand.


