Skip to main content

STATAMED in Norden: Erfolgreiches Versorgungsmodell wird weitergeführt

|   Allgemein

Norden. Die STATAMED-Versorgung wird in Norden nach Ende der Interventionsphase des Innovationsfondsprojekts weitergeführt. Ab dem 1. April 2026 können Versicherte der AOK Niedersachsen weiterhin über einen Selektivvertrag in die etablierte Versorgungsstruktur eingebunden werden. „Wir sind besonders stolz, dass wir die Versorgung nahtlos fortsetzen können“, sagt Patrick Hofmann, ärztlicher Leiter des Regionalen Gesundheitszentrums (RGZ) Norden.

Seit dem Start im April 2024 konnten bereits über 600 Patientinnen und Patienten erfolgreich nach dem STATAMED-Konzept versorgt werden. Das gemeinsame Projekt mit der AOK Nieder-sachsen vernetzt Klinik, Hausärzte, Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste und den Rettungsdienst eng miteinander, um eine durchgängige, individuelle Betreuung zu gewährleisten – von der prästationären Phase über den Klinikaufenthalt bis zur Nachsorge zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Ein zentraler Baustein sind die Flying Nurses: Speziell ausgebildete Pflegefachkräfte begleiten Patientinnen und Patienten vor, während und nach einem Krankenhausaufenthalt, stimmen sich mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten ab und erkennen Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig. Flying Nurse Claudia Pieper erklärt: „Die regelmäßigen Besuche und die enge Abstimmung mit den Ärzten geben unseren Patienten Sicherheit und Vertrauen. Wir können sofort reagieren – das macht einen echten Unterschied.“

Dank der engagierten Mitwirkung der einweisenden Haus- und Fachärztinnen und -ärzte konnte STATAMED von Beginn an erfolgreich umgesetzt werden. Ihre Unterstützung ermöglicht es, Patientinnen und Patienten gezielt in das Versorgungsmodell zu integrieren und die Qualität der Betreuung auf hohem Niveau sicherzustellen. Mit der Fortführung von STATAMED wird die Kontinuität dieses erfolgreichen, innovativen Versorgungsmodells gesichert. „Wir werden weiterhin alles daransetzen, die etablierten Versorgungsprozesse weiterzuleben und den Patientinnen und Patienten optimale Behandlungs- und Betreuungsstrukturen zu bieten“, betont Patrick Hofmann.

Die STATAMED-Einheit ist montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr für Einweisungen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten telefonisch erreichbar. Die Notfallambulanz und die stationäre Einheit des RGZ stehen unabhängig vom Projekt für alle Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Das RGZ Norden bleibt mit der Fortsetzung der STATAMED-Versorgung ein führender Standort für patientenorientierte, sektorenübergreifende Versorgung.

Mit dem Abschluss der Interventionsphase beginnt nun die finale wissenschaftliche Auswertung der gesammelten Daten. Die ersten Ergebnisse der Evaluation werden voraussichtlich im Herbst 2027 veröffentlicht.

Von links: Petra Focken, Pflegeüberleitung, Patrick Hofmann, leitender Arzt, und Claudia Pieper, Flying Nurse, arbeiten im Rahmen des STATAMED-Programms eng zusammen. Foto: Trägergesellschaft
Gefördert durch die EU