Emden. Mit großem Erfolg hat das Klinikum Emden am gestrigen Mittwoch ein Fachsymposium zum Thema „Neue Emder Chirurgie“ durchgeführt. Zahlreiche Fachbesucherinnen und -besucher nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in der Chirurgie sowie die strategische und medizinische Weiterentwicklung der chirurgischen Fachbereiche des Hauses zu informieren. Die Veranstaltung erwies sich als eindrucksvoller Beleg für die hohe medizinische Kompetenz und Innovationskraft des Krankenhauses – insbesondere auch im Hinblick auf die gemeinsame Arbeit in der Zentralklinik mit den medizinischen Experten aus Aurich und Norden.
Die Vorträge wurden von erfahrenen Ärzten des Klinikums Emden gestaltet. Sie präsentierten aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, neue Behandlungsverfahren in der Region und aktuellste Entwicklungen in ihren jeweiligen Fachgebieten. Darüber hinaus gaben die Referenten Einblicke in die kontinuierliche Weiterentwicklung der chirurgischen Leistungsbereiche und zeigten auf, wie moderne Medizin, interdisziplinäre Zusammenarbeit und patientenorientierte Versorgung im Klinikum Emden erfolgreich umgesetzt werden.
Die Vorträge deckten eine große fachliche Bandbreite ab. Der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Prof. Dr. med. Felix Popp, eröffnete den Abend mit dem Thema „Viszeralchirurgie – onkologische Spitzenmedizin auf universitärem Niveau in interdisziplinärem Umfeld“, Dr. med. Bernhard Scherger, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, präsentierte das Spektrum und die Perspektiven seines Fachs, Dr. med. Ali Akil, Chefarzt der Thoraxchirurgie, sprach im Anschluss zum Thema „Thoraxchirurgie – im Lungenzentrum bestmögliche Therapie für die Region“ und stellte dabei die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit im Ostfriesischen Lungenzentrum des Klinikums vor. Mit dem Vortrag von Dr. med. Yasser Abdalla zum Thema „Neurochirurgie – viel mehr als Wirbelsäule und elementarer Baustein der Maximalversorgung“ gab es dann ein besonderes Highlight. Ab dem 1. Juli 2026 wird er als neuer Chefarzt gemeinsam mit einem Team von zwei Oberärzten die Klinik für Neurochirurgie im Klinikum Emden aufbauen und gab in seinem Vortrag bereits einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten, die sich durch die Etablierung der neuen Fachabteilung für die Patienten in der Region ergeben. Der Leitende Arzt in der Allgemein- und Viszeralchirurgie Prof. Dr. med. Lutz Mirow sprach im Anschluss über „Leberchirurgie und robotische Chirurgie vor der Einführung: Chancen und Implikationen“ und abschließend präsentierte Geschäftsführer Dirk Balster die „Chirurgie in der Zentralklinik Ostfriesische Meere – OP-Infrastruktur und Prozesse auf modernstem Kenntnisstand“. Der Vortrag „Gefäßchirurgie – Arterien und Venen im Fokus – ortsnahe Akut- und Elektiv-versorgung“ vom Leiter der Gefäßchirurgie, Dr. med. Alexander Zapenko, musste aufgrund eines gefäßmedizinischen Notfalls, der im Klinikum Emden erfolgreich behandelt werden konnte, leider entfallen. Eine separate Veranstaltung zum Thema ist bereits in Planung. Die Vorträge stießen auf großes Interesse bei den Zuschauern und konnten an aktuellste Entwicklungen anknüpfen. Eine Industrieausstellung rundete das Programm ab.
„Unser Symposium hat eindrucksvoll gezeigt, über welches fachliche Know-how und welche Leistungsfähigkeit unsere chirurgischen Bereiche verfügen“, betonte der wissenschaftliche Leiter des Symposiums, Prof. Dr. med. Lutz Mirow. „Die große Resonanz bestätigt uns in unserem Anspruch, medizinische Qualität auf höchstem Niveau anzubieten und gleichzeitig den Dialog mit Fachpublikum, Partnern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern aktiv zu fördern.“
Tim Kruithoff, Oberbürgermeister der Stadt Emden und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen. „Wir bedanken uns für die Unterstützung, die Herr Kruithoff durch die Übernahme der Schirmherrschaft zum Ausdruck bringt und seine motivierenden Grußworte“, so Mirow. In seiner Begrüßung würdigte Oberbürgermeister Kruithoff die Bedeutung des Klinikums für die regionale Gesundheitsversorgung und dankte den Mitarbeitenden für ihr Engagement.
Neben den fachlichen Inhalten bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der modernen Chirurgie auszutauschen.
Das Klinikum Emden zieht daher eine durchweg positive Bilanz. Das erfolgreiche Fachsymposium stärkt nicht nur die Sichtbarkeit der chirurgischen Fachbereiche, sondern unterstreicht zugleich die Rolle der Zentralklinik Ostfriesische Meere als leistungsstarker und zukunftsorientierter Schwerpunktversorger in der Region.





