Aurich/Emden/Norden. Die Aufgaben von Pflegefachkräften sind vielfältig und anspruchsvoll. Sie organisieren und gestalten den gesamten Pflegeprozess und verbinden in zunehmend komplexeren Einsatzbereichen medizinische Aufgaben mit menschlicher Betreuung. Der wichtige Einsatz dieser Berufsgruppe wird jedes Jahr am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, ganz besonders gewürdigt.
„Dieser Tag ist für uns auch ein sehr guter Anlass, einen herzlichen Dank für die Leistung der Pflegekräfte auszusprechen“, sagt Sonja Abbas, Pflegedirektorin der Trägergesellschaft Kliniken Aurich, Emden und Norden. Zu diesem Zweck organisieren die zwei Pflegedirektoren der Kliniken jedes Jahr eine kleine Überraschung. Während im vergangenen Jahr gemeinsames Waffelbacken auf dem Programm stand, gingen Vertreterinnen und Vertreter der Pflegedirektion, der Pflegebereichsleitung und der Pflegeentwicklung dieses Jahr mit einer „Candybar“ auf die Stationen. Bei dem Rundgang gab es Gelegenheit für viele Gespräche.
Der Tag der Pflege erinnert an die britische Krankenschwester Florence Nightingale, die am 12. Mai 1820 geboren wurde und einen großen Anteil an der Professionalisierung des Berufes hatte. Sie gilt als Pionierin der modernen Krankenpflege.
In den Kliniken Aurich, Emden und Norden sind Pflegekräfte die größte Berufsgruppe. Sie arbeiten auf den Stationen und in den Ambulanzen sowie in verschiedenen Bereichen wie OP, Zentrale Notaufnahme oder auch Zentralsterilisation. Unterstützt werden sie von derzeit 130 Pflegeschülerinnen und -schülern, die in der klinikeigenen Pflegeschule ausgebildet werden. Die Ausbildung zur Pflegefachkraft umfasst 5000 Stunden theoretischen und praktischen Unterrichts. Seit einigen Jahren erhalten angehende Pflegekräfte eine umfassende, generalistische Ausbildung. Damit können sie Menschen jeden Alters in allen Versorgungsbereichen pflegen. Darüber hinaus haben junge Menschen die Möglichkeit, ein Pflegestudium zu absolvieren, in das der Ausbildungsabschluss integriert ist. Die drei ostfriesischen Kliniken unterstützen ihre Pflegefachkräfte bei der akademischen Weiterqualifizierung.
Wissenschaftlich ausgebildete Pflegefachkräfte übernehmen neben der täglichen Patientenpflege auch die Prozessoptimierung auf den Stationen. Im Hinblick auf die neue Zentralklinik Ostfriesische Meere entwickeln sie in Aurich, Emden und Norden standortübergreifende Standards zu speziellen Themen, zum Beispiel Wundmanagement, Palliativpflege, Diabetes oder Demenz. Unterstützt werden sie dabei von Pflegefachkräften, die eine spezialisierte Weiterbildung in den verschiedenen Bereichen absolviert haben. „Die Professionalisierung und Akademisierung der Pflege sind für uns kein Zukunftsprojekt mehr, sondern gelebte Realität“, sagt Oliver Bungenstock, der als Pflegedirektor der drei Kliniken unter anderem für die Bereiche Pflegeentwicklung und -ausbildung zuständig ist. „In unseren Kliniken fördern wir gezielt auch akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen, verknüpfen wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Praxis und schaffen Strukturen, in denen Pflege auf Augenhöhe mit anderen Gesundheitsberufen agiert.“


