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Vortrag zum Thema Depressionen

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Norden. Jeder Mensch kennt Phasen im Leben, in denen er sich matt und antriebslos fühlt und sich auf nichts richtig freuen kann. Wenn die Welt „grau“ erscheint, spricht man oft davon, deprimiert zu sein. Während im alltäglichen Sprachgebrauch das Wetter genauso gut deprimierend sein kann wie das Leben, spricht man im medizinischen Sinne erst dann von einer Depression, wenn parallel mehrere Symptome länger als vierzehn Tage anhalten und das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen tiefgehend beeinflussen. Neben einer gedrückten Stimmung sind typische Symptome einer Depression die Unfähigkeit, sich zu freuen, Appetitlosigkeit oder ein starkes Erschöpfungsgefühl bei gleichzeitiger Schlaflosigkeit. Oft geben sich Erkrankte selbst die Schuld und sehen sich als Belastung, sodass ein tiefes Gefühl der Hilflosigkeit entsteht. Diese Symptome können zu psychosomatischen Störungen von Hirn- und anderen Körperfunktionen führen und erhebliches Leiden verursachen. Eine Depression ist eine ernste Erkrankung, von der sich Erkrankte selten selbst heilen können. Deshalb ist es wichtig, eine depressive Phase von einer Depression unterscheiden zu können und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungen können Betroffenen helfen.

In ihrem Vortrag „Depression im Dialog“ sprechen Dr. Egbert Held, Direktor des Zentrums für seelische Gesundheit der Kliniken Aurich-Emden-Norden, und Clara Föll, Psychologin an der UEK Norden, über den aktuellen Stand der Depressionskenntnisse und Behandlungs­möglichkeiten. Dabei gehen sie auch auf die besondere Bedeutung von Hausärzten bei der Depressionsbehandlung und auf Suizidvorbeugung ein. Der Vortrag findet am 5. Oktober 20022 um 19 Uhr im Johann-Christian-Reil-Haus in Norden statt und richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die Zuhörer erwartet ein Vortrag auf Augenhöhe, in dem viel Zeit für persönliche Fragen – für einen Dialog – eingeräumt wird. Eine Anmeldung unter www.anevita.de/anmeldung oder 04941 94-1026 ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Eintritt zur Veranstaltung erfolgt nur mit aktuellem, negativem Coronatestnachweis und medizinischem Mund-Nasen-Schutz. Ein Test für Besucher der Veranstaltung ist vor Ort am Vortragsabend möglich.