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Unfallchirurgie muss planbare Operationen verschieben

|   Covid-19
  • COVID-Fall in Emden – Unfallchirurgie muss planbare Operationen verschieben – mehrere Mitarbeiter in Quarantäne
  • Besuchszeiten auf Intensiv- und IMC-Stationen an allen Standorten sowie auf der Geriatrie in Aurich geändert

Die Unfallchirurgie im Klinikum Emden muss alle planbaren Operationen in der kommenden Woche verschieben. Auf der entsprechenden Station sei eine Patientin am Donnerstag vor deren Entlassung positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Deshalb seien für einige Chirurgen und Pflegekräfte in Absprache mit den Gesundheitsämtern vorsorglich Quarantäne-maßnahmen für mindestens sieben Tage lang eingeleitet worden, teilte die Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden heute mit. Die Verschiebung treffe unter anderem endoprothetische Operationen (Hüft- und Knieersatz), Gelenkspiegelungen (Arthroskopien), Hand- und Fuß- sowie Wirbelsäulenoperationen. „Die Patienten werden natürlich umgehend informiert und die Eingriffe neu geplant“, sagte Geschäftsführer Claus Eppmann. Darüber hinaus sei eine chirurgische Notfallversorgung sichergestellt. Die Allgemeinchirurgie sei nicht betroffen und arbeite ohne Einschränkungen weiter.

Der positiv getesteten Patientin und allen betroffenen Mitarbeitern gehe es gut. Die Frau sei vor knapp zwei Wochen als Notfall eingeliefert worden und nach einem erfolgten Abstrich mit negativem SARS-CoV-2-Ergebnis erfolgreich operiert worden. Vor der geplanten Entlassung in ein Pflegeheim sei ein weiterer Abstrich vorgenommen worden, dessen Ergebnis positiv ausgefallen sei. Danach sei die Patientin auf die Corona-Isolierstation verlegt worden.

Wie die Trägergesellschaft weiter mitteilte, werden die Besuchszeiten angepasst. Auf den Intensivstationen und den Intermediate-Care-Stationen in den Ubbo-Emmius-Kliniken Aurich und Norden sowie im Klinikum Emden würden diese um eine Stunde verkürzt. Ab sofort könnten die Patienten dort nicht mehr von 13 Uhr bis 18 Uhr, sondern erst von 14 Uhr bis 18 Uhr (letzter Einlass) besucht werden. Für die Geriatrie (Altersheilkunde) in Aurich gelte ein weiter begrenzter Zeitraum von 16 bis 18 Uhr. „Wir bitten dafür alle Patienten und deren Angehörige und Freunde um Verständnis. Die momentane Situation macht diesen Schritt aus organisatorischen und medizinischen Gesichtspunkten aber notwendig“, so Eppmann. Für alle anderen Stationen blieben die Besuchszeiten von 13 Uhr bis 18 Uhr unverändert bestehen. Die bestehenden Auflagen seien zudem weiterhin einzuhalten. Maximal ein Besucher sei pro Patient für eine Stunde erlaubt. Mehrere Angehörige oder Freunde zur gleichen Zeit seien nicht möglich. Es müssten ein Anmeldebogen ausgefüllt, eine eigene Schutzmaske getragen und die Abstandsregel eingehalten werden.