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Stufenweise Hochfahren des normalen Klinikbetriebs

|   Covid-19
  • Ab Montag wieder planbare (elektive) Behandlungen
  • Stufenweise Hochfahren des normalen Klinikbetriebs
  • Jeder geplant stationär aufgenommene Patient wird vorher auf COVID-19 getestet
  • Besuchsverbot bleibt zunächst bestehen

Die Ubbo-Emmius-Kliniken in Aurich und Norden (UEK) sowie das Klinikum Emden werden stufenweise wieder hochgefahren. Dies ist nach den aktuellen Lockerungen der Corona-Auflagen der Niedersächsischen Landesregierung möglich und vorgesehen. Ab dem kommenden Montag sollen wieder alle stationären und ambulanten Eingriffe möglich sein, teilte die Trägergesellschaft Kliniken Aurich, Emden und Norden heute mit. „Jedoch sind nach wie vor die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen zu beachten, so dass die Kapazitäten begrenzt bleiben“, sagte die medizinische Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang.

Die begrenzten Kapazitäten ergeben sich auch aus der Auflage, dass zwar weniger, aber mit rund 20 Prozent der Krankenhausbetten sowie 25 Prozent der Intensivplätze noch ein erheblicher Teil der Stationen für Corona-Patienten vorsorglich freigehalten werden müsse. Die Auslastung werde nach und nach in allen Bereichen und in Abhängigkeit von den vorhandenen Personal- und Stationskapazitäten hochgefahren. „Wir können nicht innerhalb kürzester Zeit auf Volllast arbeiten, da wir angesichts der Situation von einem Normalbetrieb noch einige Schritte entfernt sind“, so Dr. Gesang.

So werde es einige Wochen bis Monate dauern, bis die verschobenen planbaren (elektiven) Behandlungen aufgeholt seien. Dabei handele es sich allein um insgesamt rund 1.300 operative Eingriffe in Aurich, Emden und Norden. „Ein genauer Zeithorizont lässt sich angesichts der Rahmenbedingungen nur schwer abschätzen“, sagte Dr. Gesang. Zudem kämen auch neue Patienten hinzu. Außerdem sei davon auszugehen, dass auch die Zahl der Notfallpatienten wieder zunehme. Je nach Dringlichkeit, medizinischer Notwendigkeit und der Verfügbarkeit von Personal und Material werde über die Terminvergabe entschieden.

Jeder geplant stationär aufgenommene Patient werde künftig zudem kurz vor der Einweisung auf den Sars-CoV-2-Virus getestet. Nur bei einem negativen Ergebnis erfolge die Aufnahme. Sofern ein positiver Test vorliege, sei vor der stationären Behandlung eine zweiwöchige häusliche Quarantäne notwendig. „Diese Maßnahme ist aus unserer Sicht notwendig, um das Risiko für Mitarbeiter und Patienten zu minimieren und die Leistungsfähigkeit der Kliniken nicht zu gefährden“, so Dr. Gesang. Ausnahmen gelten für Notfallpatienten mit akuten Beschwerden. Für ambulante Eingriffe, also Operationen und sonstige Behandlungen, die nicht mit einer Einweisung in das Krankenhaus verbunden sind, sei grundsätzlich kein COVID-19-Test notwendig. Nur bei entsprechenden Symptomen werde dieser durchgeführt.

Alle Patienten würden weiterhin über die Container vor den Klinikeingängen eingelassen. Auch das Besuchsverbot bleibe zunächst bestehen. Dies sei angesichts der bestehenden gesetzlichen Erlasse von Land und Kommunen unumgänglich. „Wir hoffen jedoch, dass sich das strikte Besuchsverbot in den kommenden Tagen zumindest ein wenig lockert“, sagte der Claus Eppmann, Sprecher der Geschäftsführung der Trägergesellschaft.